Im sambischen Alltag angekommen // Arrived in Zambian everyday life

(English Version below)

So langsam stellt sich bei uns die Routine ein. Wir sind im sambischen Alltag angekommen!

Obwohl es vom Tagesablauf fast wie im deutschen Alltag abläuft…

„Sassan geht um 7 aus dem Haus zur Arbeit, kommt zwischen 16:30 und 17 Uhr nach Hause; Sophia bringt drei Mal die Woche die Kinder zur Pre-School und trifft sich in der Zwischenzeit mit Freunden oder nimmt am Bibel Study teil. Ab 18 Uhr gibt es Abendbrot und die Kinder werden Bett fertiggemacht. Danach fallen die Eltern erschöpft auf die Couch bzw. schon ins Bett. Und morgen grüßt das Murmeltier.“

…fühlt es sich anders an. Die Arbeit fühlt sich nicht wie Arbeit in Deutschland an. Es ist eher ein Dienst. Man spürt den direkten Einfluss, den wir hier auf die Schulkinder und die Gemeinschaft haben. Die Rückmeldungen vor Ort aufgrund unserer Life Trust Schule im Armenviertel von Waya sind durchweg positiv, obwohl es in der Stadt einige Kräfte gibt, die mit Neid und Missgunst auf unser neues Projekt schauen.

Wir spüren, dass wir mit der eigengeführten Schule auf dem richtigen Weg sind und dass ein großer Segen drauf liegt. Nachdem die Inspektoren vom städtischen Ministerium für Bildung unsere Schule abgenommen haben (siehe letzten Blog), ging es mit der Zertifizierung der Schule zu einer Trust Schule – unüblich für Sambia – schnell voran. Allerdings warten wir seit Wochen auf das gedruckte Zertifikat. Bei der Druckerei gab es einen Korruptionsverdacht und bis der nicht aufgeklärt ist, gibt es kein Geld für die Druckertinte – was typisch sambisch ist J. Wir nehmen dies gelassen und mit einem Lächeln hin (TIA: This Is Africa). Zudem haben wir den offiziellen Grundbucheintrag für unser Schulgrundstück erhalten und Heike, unsere deutsche Grundschullehrerin, welche als Schuldirektorin fungiert, ist nun auch offiziell in Sambia als Lehrerin anerkannt. Aufgrund dessen können wir uns nun vollständig auf den Schulbetrieb und die Umbauarbeiten konzentrieren.

Während der letzten Schulferien war Sassans Arbeit eher von praktischer Natur. Es mussten bis zum ersten Schultag des zweiten Trimesters am 7. Mai einige Bau- und Renovierungsarbeiten durchgeführt werden.

Die Klassenräume im Altbau haben ein neues Dach erhalten und die Räume wurden neu gestrichen. In den beiden einzigen Schulgebäuden haben wir eine komplett neue Elektrik gelegt, um an das Stromnetz der örtlichen Stadtwerke angeschlossen werden zu können. Der Schulhof, wo wir den Termitenhügel abgetragen hatten, wurde mit neuer Erde geebnet. So hoffen wir, dass wir bei der kommenden Regenzeit (Okt–März) nicht mehr im Schlamm versinken. Ein positiver Nebeneffekt des Termitenhügels ist es, dass wir daraus unsere eigenen Lehmziegel herstellen können. Bis dato haben wir 23.000 Ziegel geformt. Diese müssen in den nächsten Tagen noch gebrannt werden. Diese Menge ist auch von Nöten, da wir noch lange nicht am Ende des Umbaus der Community Schule zu einer Trust Schule sind. In diesem Jahr möchten wir noch folgende Bauprojekte angehen, falls die finanziellen Mittel vorhanden sind:

  • Neue Toiletten
  • Neue Küche
  • Sportplatz
  • Schulmauer

(Falls ihr explizit für die Schule spenden möchtet, könnt ihr dies gerne unter folgendem Verwendungszweck „Sambia allg. (Waya)“ tun.)

Wir ihr seht, wird es uns nicht langweilig und die Zeit vergeht hier wie im Flug. Es sind nur noch 24 Monate bis wir wieder in Deutschland sein werden. Daher versuchen wir die Zeit und Eindrücke trotz des Alltags so gut wie es geht zu genießen.

Den ersten Besuch aus Deutschland konnten wir über Ostern in Empfang nehmen: Sophias Vater und seine Lebensgefährtin haben uns für 10 Tage besucht und kamen direkt mit den kleinen sambischen Alltagsproblemen in Kontakt. Durch einen Kabelbruch hatten wir drei Tage kein Strom und Wasser. Sie haben es mit westfälischer Gelassenheit hingenommen. Der nächste Besuch steht auch schon an. Am 1. Juni kommt Sassans Mutter für vier Wochen.

Sie wird ein wenig Abwechslung in unserem sambischen Alltag rein bringen…

P.S: Unser neuer Film zur Life Trust Waya Schule könnt ihr hier anschauen: Waya Film

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Slowly the routine starts with us. We arrived in Zambian everyday life!

Although the day-to-day routine is almost as we have experienced in Germany…

Sassan leaves home for work at 7, comes home between 4:30 and 5 pm; Sophia brings the children to pre-school three times a week and in the meantime meets with friends or participates in the Bible Study. From 18 o’clock there is dinner and the children are bed made ready. Then the parents fall exhausted on the couch or already to bed. And tomorrow, same old, same old

…it feels different. The work does not feel like work in Germany. It is more a ministry. You can feel the direct influence that we have here on the schoolchildren and the community. Local feedback from our Life Trust School in the compound of Waya is consistently positive, even though there are some forces in the city who are looking with envy and resentment on our new project.

We feel that with our self-directed school we are on the right path and that a great blessing lies on it. After the inspectors from the Municipal Ministry of Education dropped our school (see last blog), the certification to become a Trust School – unusual for Zambia – has progressed rapidly. However, we have been waiting for weeks for the printed certificate. At the printing house, there was a suspicion of corruption and until that is not cleared, there is no money for the printer ink – which is typical Zambian :-). We accept this calmly and with a smile (TIA: This Is Africa). In addition, we have received the official land register entry for our school property and Heike, our German elementary school teacher, which acts as a school principal, is now officially recognized as a teacher in Zambia. As a result, we can now concentrate fully on school operations and renovation work.

During the last school holidays, Sassan’s work was more practical. It was necessary to complete some construction and renovation work by the first day of the second trimester on May 7th.

The classrooms in the old building have been given a new roof and the rooms have been repainted. In the two only school buildings, we have laid a completely new electrical system in order to be connected to the power grid of the local public utilities. The schoolyard where we had cleared the termite hill was leveled with new gravel. So we hope that in the coming rainy season (Oct-Mar) we will not sink into the mud again. A positive side effect of termite mound is that we can use it to make our own clay bricks. So far we have formed 23,000 bricks. These must still be burned in the next few days. This amount is also needed, because we are far from the end of the conversion of the Community School to a Trust School. This year we would like to tackle the following construction projects, if the financial resources are available:

  • New toilets
  • New kitchen
  • Sports ground
  • School wall

(If you would like to donate explicitly to the school, you can do this under the following purpose „„Sambia allg. (Waya)“)

As you can see, we do not get bored and time flies by. There are only 24 months left until we will be back in Germany. Therefore, we try to enjoy the time and impressions as good as possible despite the daily routine.

We received the first visit from Germany over Easter: Sophia’s father and his partner visited us for 10 days and came into direct contact with the little Zambian everyday problems. Due to a cable break we had three days no electricity and water. They have taken it with Westphalian serenity. The next visit is already on. On June 1, Sassan’s mother comes for four weeks.

It will bring a little variety in our Zambian everyday life…

P.S.: Our new movie about the Life Trust School Waya is online: Waya Movie

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